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 Jetzt kriegt die Wehr mehr Platz im Haus

Zeitungsartikel

Augsburger Algemeine 20.04.2007

Spatenstich zum Erweiterungsbau für die Feuerwehr

Von unserem Redakteur Hermann Schmid, Königsbrunn

Ein Ausdruck von Solidarität mit der Gemeinschaft nannte Bürgermeister Ludwig Fröhlich bei dieser Gelegenheit den Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr. Nun zeigt sich auch die Gemeinschaft mit ihren Wehrmännern solidarisch. Am Mittwochabend fand der Spatenstich für den Erweiterungsbau des Feuerwehrhauses statt.

Rund 1,2 Millionen Euro kostet die Stadt der Bau an der St. Johannes Straße, der für die Wehr zusätzlich 431 Quadratmeter Nutzfläche bringt und dem Verein für Gartenbau und Landespflege wieder Räumlichkeiten mit zusammen fast 90 Quadratmetern verschafft.

Dass die Freiwillige Feuerwehr mehr und größere Räume benötigt, das hatte sich schon über die vergangenen Jahre hinweg abgezeichnet. Die Zahl der Einsatzarten und der dabei verwendeten Gerätschaften stieg stetig, damit auch der Bedarf an Schulungen. Zudem übernahmen die Königsbrunner auch immer mehr überörtliche Aufgaben gerade bei Aus- und Fortbildung. Auch Fröhlich betonte, dass dafür die mittlerweile 35 Jahre alten Räumlichkeiten des bestehenden Feuerwehrhauses nicht mehr ausreichten.

Neubau nicht wesentlich teurer

Die Stadt hatte deshalb den Königsbrunner Architekten Helmut Hohenegger beauftragt, Möglichkeiten für den Umbau der bestehenen Räume zu untersuchen. Es habe sich dabei gezeigt, dass der ebenfalls von Hohenegger geplante Neubau nicht wesentlich teurer kommt als ein Umbau, so Fröhlich. Es gibt nicht Platz für alle Wünsche, so räumte Hohenegger bei dieser Gelegenheit ein, sonst hätten wir bis auf die andere Straßenseite bauen müssen. Immerhin entstehen als Kern des Neubaus ein teilbarer Schulungsraum mit 150 Quadratmetern, eine angegliederte Küche und ein großzügiges Foyer mit neuen Sanitärräumen. Das solle den Wehrmännern Gelegenheit zum geselligen Beisammensein wie auch zur Erholung nach Einsätzen bieten, so der Bürgermeister. Auch wird die Kommando-Zentrale erweitert und den heutigen Anforderungen angepasst.

Gewünschtes und Machbares

Fröhlich lobte den intensiven Einsatz von Sicherheitsreferent Alexander Leupolz, der in vielen Gesprächen half, das Gewünschte mit dem Machbaren in Einklang zu bringen. Stadtbaumeister Michael Veit hat das Projekt auf Seiten der Stadtverwaltung koordiniert.

Auch der neue Feuerwehrkommandant Rainer Schmid lobte die konstruktive Atmos-phäre bei den Besprechungen. Die Königsbrunner Wehr, der er seit dem Jahr 2000 angehört, habe in manchen Bereichen eine Vorreiterrolle übernommen, etwa bei der Ausbildung für Truppführer und Sprechfunker. Deshalb werde im Feuerwehrhaus sehr viel mehr Fachwissen vermittelt als in früheren Zeiten. Aber auch die Pflege der Kameradschaft sei ganz, ganz wichtig, betonte Schmid - und ergänzte, dass der Spruch Die Feuerwehr löscht am liebsten ihren eigenen Brand schon lange nicht mehr zutreffe.

In etwa einem Jahr soll der Neubau fertig sein. Die Rohbauarbeiten werden von der Firma Dumberger ausgeführt, die Statik berechnete Ingenieur Joachim Geiger, die Haustechnik liefert die Firma Demharter (beide Augsburg). Die Elektroinstallation plante das Ingenieurbüro Georg Steininger, die Baustellenkontrolle hat Ingenieur Alfred Rauhut (beide Königsbrunn) inne.