Zeitungsartikel |
Augsburger Algemeine 30.01.2008 von Manuela Antosch |
|
Bei über 300 Einsätzen im Jahr können die Kommandanten nicht mehr alles leisten. Jugend wächst stetig Königsbrunn Auf das mit 307 Einsätzen arbeitsreichste Jahr seit ihrem Bestehen blickte die Freiwillige Feuerwehr bei ihrer Jahreshauptversammlung zurück - 2006 waren es noch 261 Einsätze, 30 Jahre zuvor gar nur 21. Dabei ist die Zahl der Brände mit 36 zurück gegangen (2006: 42), die der technischen Hilfeleistungen mit 215 Einsätzen (2006: 180) dagegen stark gestiegen. Dazu gehören etwa Hilfe bei Hochwasser, Wasserschäden, Tierbergungen und Einsätze nach Austreten von Chemikalien oder Gasen. Auch Waldbrände und ein anrüchiger Einsatz Die 117 Feuerwehrmänner haben dabei im vergangenen Jahr insgesamt 4248 Stunden geleistet - freiwillig und ohne Bezahlung, betonte Kommandant Rainer Schmid. Unter den 307 Einsätzen waren auch einige Besondere: Allein der Sturm Kyrill im Januar 2007 verursachte 54 verschiedene Einsätze. Auf der B 17 musste die Wehr zu mehreren Unfällen ausrücken. Sie unterstützte die Bobinger und Haunstetter Feuerwehren bei Waldbränden, auch beim Gymnasium musste sie drei Wiesenbrände, verursacht durch Brandstiftung, löschen. Ein Einsatz im Oktober war wahrlich anrüchig, lachte der Kommandant: die Brandschützer mussten eine zwei Kilometer lange Güllespur entfernen. Unter den Einsätzen waren auch 47 Fehlalarmierungen, teilweise ausgelöst durch mangelnde Wartung der Melder in Firmen, so Schmid. Wie in anderen Gemeinden auch trieb ein Falschalarmierer in Königsbrunn sein Unwesen: Sieben mal löste er böswillig Alarm aus, die Wehrmänner eilten umsonst zum Feuerwehrhaus. Ich hoffe, dass wir dem bald das Handwerk legen, meinte auch Kreisbrandinspektor Wilhelm Rottenegger. Zusätzlich waren die Feuerwehrmänner noch bei 85 Zugübungen und 133 Arbeitseinsätzen mit jeweils rund 4000 Arbeitsstunden aktiv - eine gehörige Zahl, fand nicht nur der stellvertretende Kommandant Frank Schöning. Zudem gab es noch viele Termine im Bereich Prävention, Objektkenntnis und Brandschutz sowie Führungen für Kindergärten und Schulklassen. Mit den elf Fahrzeugen fuhr die Wehr im Jahr 2007 bei 1194 Fahrten zusammen 20 389 Kilometer. Kommandant Schmid lobte: Ihr seid eine super Truppe, die engagiert und motiviert arbeitet. Ihr seid die Helden von Königsbrunn, bekräftigte Bürgermeister Ludwig Fröhlich. Denn Feuerwehrleute setzten jeden Tag ihr Leben und ihre Gesundheit für andere ein. Die Feuerwehr sei auch als gesellschaftliche Größe nicht wegzudenken. 408 Mitglieder zählte der Verein Ende 2007 - acht mehr als im Vorjahr -, davon 117 aktive Feuerwehrmänner und 21 Feuerwehranwärter von 14 bis 18 Jahren. Zug- und Gruppenführer sollen jetzt auch Einsatzleiter werden Üblicherweise ist der Kommandant einer Freiwilligen Feuerwehr auch der Einsatzleiter, erklärte Ausbildungsleiter Theo Schwab. Mit über 300 Einsätzen und vielen weiteren Terminen im Jahr in Königsbrunn ist diese Aufgabe aber nicht zu bewältigen, meinte er und betonte: Wir reden hier von einer freiwilligen Feuerwehr! Als Entlastung für die Kommandanten gebe es daher in Zukunft für Zug- und Gruppenführer Ausbildungen zur Einsatzleitung, kündigte er an. Schwab fand auch deutliche Worte: Feuerwehr kann nicht nur Spaß sein. Drill, Üben und Schwitzen seien der Kern: Das ist wie im Sport die Standard-Situation. Bald sechs Monate Probezeit beim Jugendzug der Wehr Jugendwart Stephan Bamberger freute sich über einen Zuwachs von zwölf Jugendlichen in 2007. Neben der Feuerwehrausbildung standen bei ihnen ein Zeltlager und die Beteiligung bei 3 Tage Zeit für Helden an. Die Ausbildung im Jugendzug werde von zwei auf drei Jahre verlängert, eine Probezeit von sechs Monaten eingeführt: Dabei geht es nicht um technische Leistung, sondern das Werteverständnis, so Schwab. Eventuell müsse man sich aber von manchen Jugendlichen trennen, deren Eltern sie nur bei der Wehr abstellen. Der Vereinsvorsitzende der Feuerwehr Thorsten Hahn blickte auf ein sehr bewegtes Jahr zurück. Etwas Besonderes war im Oktober das Richtfest des Anbaus, der bald fertig sein soll. Das erste Jahr als Vorsitzender sei eine sehr angenehme Arbeit gewesen, freute sich Hahn. Er dankte Vorstand und Stadt für die gute Zusammenarbeit. |
|
![]() |
![]() |
| Sie erhielten das Feuerwehr-Ehrenkreuz: (stehend vr) Friedrich Kessler (in Gold für 40 Jahre) , Helmut Peischl (in Silber für 25 Jahre), Gerhard Kessler (Gold), Peter Niedermeier, Stefan Schmerold, Christoph Römer und Frank Schöning (alle Silber). Die Auszeichnung verlieh Kreisbrandinspektor Wilhelm Rottenegger (hinten 3. von links). Mit auf dem Bild Kommandant Rainer Schmid sowie (vorne von links) Kreisbrandmeister Günter Litzel, Vorsitzender Thorsten Hahn, 2. Vorsitzender Markus Kleber und Bürgermeister Ludwig Fröhlich | Für 25, 40 und 50 Jahre Vereinszugehörigkeit ehrten (vl) Vorsitzender Thorsten Hahn und Kommandant Rainer Schmid Werner Berggold, Adam Metzner, Josef Hirschinger, Ludwig Kopp, Ludwig Schorer, Johann Frisch und Gerhard Böhnisch. Ganz rechts stellv. Kommandant Frank Schöning |
![]() |
![]() |
| Verschiedenen Ernennungen | |
![]() |
Ärmelstreifen gab es für 10 Jahre aktive Mitgliedschaft für Matthias Bauer, Alexander Kaiser, Daniel Kopper, Matthias Kratzmeier, Abdreas Pschenitza und Kai Sommer. 20 Jahre für Jürgen Feigl, Armin Kalupp, Markus Riedel, Markus Wüst. 30 Jahre für Joachim Gentgen, Reiner Kesselbaur, Günther Leimer, Frank Röhlinger, Hans Günter Weidner |